Über das Boulespiel

Boule ist das französische Wort für Kugel. Es ist der Oberbegriff für eine Reihe von Kugelsportarten. Wir spielen die beliebteste, aus Frankreich stammende Variante, Pétanque. Diese wird auf Kies- oder Sandplätzen gespielt und erfordert Konzentration, Präzision und Strategie. Pétanque kann von Menschen jeden Alters gespielt werden und bietet zahlreiche Vorteile.
Pétanque wird als sanfte Sportart bezeichnet. Es verbessert die Hand-Augen-Koordination sowie die motorischen Fähigkeiten. Dieser Sport kann als aktive Freizeitgestaltung ausgeübt werden, aber auch als Wettkampfsport, von der Kreisliga bis hin zur Bundesliga.
Vor allem ist Pétanque ein sozialer Sport, der Teamarbeit und das clevere Zusammenspiel fördert. Die Spieler müssen zusammenarbeiten, um die Stahlkugeln möglichst nahe an die kleine Zielkugel (das Schweinchen) zu bringen. Die Kugeln werden entweder nahe ans Schweinchen geworfen (das Legen) oder eine gegnerische Kugel aus dem Spiel gestoßen (das Schießen).
Ein weiterer Vorteil des Boule Sports ist, das er jederzeit und überall gespielt werden kann. Alles, was benötigt wird, ist ein flaches Stück Land, Spielkugeln und eine kleine Zielkugel. Daher ist es ein sehr zugängliches Spiel und erfordert weder viel Geld, noch eine große Ausrüstung.
Zusammenfassend ist Pétanque ein großartiger Sport, der den Spielerinnen und Spielern viele Vorteile bietet. Er fördert die Konzentration, die sozialen Fähigkeiten und die Teamstrategie. Und das bei minimaler Ausrüstung.
Aber vor allem verbindet Boule und macht einfach riesig viel Spaß!
Kleine Materialkunde & Auswahlhilfe für Wettkampfkugeln Pétanque
Die Materialarten
Drei Metallarten beherrschen die Auswahl für geeignete Boule-Wettkampfkugeln. Die gängigsten Arten sind Karbonstahl- oder Edelstahlkugeln.
- Karbonstahlkugeln: liegen sehr gut in der Hand und haben eine exzellente Haptik. Dieses Material ist allerdings anfällig für Korrosion und muss daher sorgfältig gepflegt werden (nach dem Spiel mit einem Tuch putzen, bei Regen oder Feuchtigkeit nach dem Spiel putzen und trocknen, Kugeln niemals feucht lagern). Karbonstahlkugeln werden oft mit einer Schutzlackschicht ausgeliefert, die sich bei Nutzung nach und nach abspielt.
- Edelstahlkugeln: fühlen sich glatt und eher kalt in der Hand an, rosten aber nicht und benötigen daher sehr wenig Pflege (gelegentlich mit einem trockenen Tuch abputzen). Edelstahlkugeln haben eine sehr lange Lebensdauer.
- Bronze oder Aluminiumbronze: Kugeln aus diesem Material liegen gut in der Hand und sind sehr weich. Hierdurch sind sie sehr anfällig für Macken und Einkerbungen an der Oberfläche.
Der Durchmesser
Der Durchmesser der Kugel sollte zur persönlichen Handgröße passen und es ist wichtig, sich mit seiner Kugel im Spiel wohlzufühlen. Als Hilfe kann die Schablone zum Runterladen und Ausdrucken hier auf dieser Seite dienen. Wichtig: die Seite muss in Originalgröße A4 gedruckt werden, damit die Empfehlung korrekt angezeigt wird. Hilfreich ist auch immer, wenn die Möglichkeit besteht, verschiedene Größen zu probieren. Die gängigsten Größen sind 72 bis 74mm Durchmesser. Im Wettkampf autorisiert sind 70,5 bis 80mm Durchmesser.
Die Stahlhärte
Vorgegeben ist eine Härte von mehr als 110kg pro mm2. Je härter der Stahl ist, desto größer ist der Rückprall der Kugel vom Boden bei einem Schuss. Die Gefahr ist, dass das Zielobjekt übersprungen wird, was nicht selten vorkommt. Daher ziehen Spielerinnen und Spieler, die eher schießen, weichere Kugeln vor. Weichere Kugeln springen nicht so sehr, haben einen geringeren Rückprall vom Boden und die Chance, dass die gegnerische Kugel getroffen wird, ist größer.
Das Gewicht
Schießer ziehen leichtere Kugeln vor. Oft liegt das Gewicht von Kugeln des „Tireur“ bei 680 bis 690 Gramm. Leger ziehen Kugeln mit einem Gewicht ab 700 Gramm vor. Das sind aber nur Indikationen. Auch hier gilt, wenn möglich, Kugeln mit verschiedenen Gewichten in der Hand halten und ausprobieren, um „seine“ Kugel zu finden. Zulässig im Wettbewerb sind nach den DPV-Regeln Kugeln mit einem Gewicht von 650 Gramm bis maximal 800 Gramm.
Die Muster und Prägungen
Neben der Prägung des Gewichts auf jeder Wettkampfkugel, werden diese vom Hersteller nummeriert. Zusätzlich dürfen Wettkampfkugeln auch mit individuellen Prägungen (z.B. Namen oder Initialen) oder einem Muster geprägt sein. Hierdurch lassen sich die Kugeln im Spiel schnell unterscheiden und finden. Der Schießer zieht in der Regel Kugeln mit keiner oder nur schwachem Muster vor. Der Leger/ die Legerin zieht auch Kugeln mit ausgeprägten Musterungen vor, da diese tendenziell auf dem Boden eher stoppen.
Generell gilt: die Kugeln, mit denen Du dich wohlfühlst und gute Ergebnisse erzielst, sind die richtigen Kugeln!

Bronzekugel

Karbonstahlkugel

Edelstahlkugel „Inox“
